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Bereits ein Spaziergang allein galt für Frauen als unschicklich, auf den Boulevards der Stadt zu flanieren wäre undenkbar gewesen und eine Wanderung ohne Begleitung war jenseits jedes gesunden Vorstellungsvermögens. Frauen sollten zu Hause sein und bleiben, und nur dem Adel war unter strengem Reglement das Promenieren meist in der Abgeschiedenheit höfischer Parkanlagen vorbehalten.

Das änderte sich um 1900: In Frauen war der Wunsch erwacht, allein über Wiesen zu gehen und über Hügel zu spazieren, am Meer entlangzulaufen, in den Bergen zu wandern und in den Städten zu flanieren. Die Geschichte der spazierengehenden Frau ist nicht nur verbunden mit ihrer Befreiung aus starren Konventionen, sondern geht einher mit der Entdeckung eines neuen Natur- und Körpergefühls. Auf eigenen Füßen in eine neue Unabhängigkeit!

 

Über die Autorin:

Karin Sagner hat Kunstgeschichte und Germanistik in München sowie in Paris studiert und über Claude Monet promoviert. Zunächst war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen in München tätig; heute arbeitet sie als freie Autorin und Kuratorin. Über ihr Spezialgebiet, die französische und deutsche Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts, hat sie mehrere Bücher publiziert.

 

Frauen auf eigenen Füßen

    Autor: Karin Sagner
    Info über das Buch: Gebunden mit Schutzumschlag, 144 Seiten mit zahlreichen Abbildungen in Farbe
    Kurze Beschreibung: Als Frauen Schnürstiefel an- und ihre Korsagen auszogen, um in die Stadt oder die Natur zu gehen, erlebten sie Freiheit, Abenteuer und Selbstbestimmtheit.

  • ISBN: 978-3-945543-21-4
  • Verfügbarkeit Lagernd
  • 24,95€

  • Preis ohne Steuer 23,32€

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