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Es ist noch nicht so lange her, da schrieb man sich in Briefen die Sorgen von der Seele, erzählte von Liebe und Leid, hoffte, die erzieherischen Empfehlungen würden Gehör finden, berichtete von weiten Reisen und vielem mehr. Und auf der anderen Seite wurden diese Briefe mit verzehrender Sehnsucht, heimlicher und offener Freude, aber auch großer Furcht und Angriffslust erwartet. Vor allem Frauen erfassten »schreibselige Rappel«, wie Caroline Schlegel die Leidenschaft des Briefeschreibens nannte:

Die englische Dichterin Elizabeth Barrett und ihr späterer Mann Robert Browning führen in 600 Tagen über 500 Briefgespräche, bis sie endlich heiraten und ein gemeinsames Leben führen können. Maria Theresia schreibt ihrer Tochter nach Paris, wie sie sich an dem völlig fremden französischen Königshof verhalten soll, um nicht unangenehm aufzufallen, was allerdings nichts am Schicksal von Marie Antoinette ändern wird. Vita Sackville-West und Virginia Woolf verbindet mehr als reine Freundschaft, während Virginia Woolf und Katherine Mansfield als Schriftstellerinnen rivalisieren. George Sand erkennt, dass ihre Briefe an den Dichter Alfred de Musset vermutlich für die Nachwelt interessant sein könnten und schreibt sie kurzerhand um.

Von großen Leidenschaften erzählen die Briefe von Anaïs Nin an Henry Miller oder von Frida Kahlo an Nickolas Muray. Die Dichterin Sylvia Plath und die Flugpionierin Anne Lindbergh danken ihren Müttern für die Kraft, die sie ihnen geben. Indira Gandhi hat zeitlebens nur eine Freundin, der sie sich anvertraut und mit der sie einen jahrzehntelangen Briefwechsel führt.

In den Liebesbriefen, Freundschaftsbriefen, Ratschlägen von Müttern, Briefen aus schweren Zeiten oder Reisebriefen spiegeln sich das große Glück der Liebe, die verzehrenden Zweifel, die heimlichen Wünsche, die politischen Katastrophen, die Freiheit des Einzelnen, das Vertrauen in die Freundschaft, die Reiselust der Frauen und noch vieles mehr. Stefan Bollmann hat diese Briefe in einen historischen und gesellschaftlichen Zusammenhang gestellt, der es uns ermöglicht, ihre Entstehung zu erfassen.

 

Über den Autor:

Stefan Bollmann, geboren 1958, studierte Germanistik, Theaterwissenschaften, Geschichte und Philosophie. Er promovierte mit einer Arbeit über Thomas Mann. Er ist als Lektor und Autor in München tätig.

 

Briefe liebe ich, für Briefe lebe ich

    Autor: Stefan Bollmann
    Info über das Buch: Gebunden mit Schutzumschlag, 21.8 x 28.3 cm, 176 Seiten Über 200 Abbildungen
    Kurze Beschreibung: In den Liebesbriefen, Freundschaftsbriefen, Ratschlägen von Müttern, Briefen aus schweren Zeiten oder Reisebriefen spiegeln sich das große Glück der Liebe, die verzehrenden Zweifel, die heimlichen Wünsche, die politischen Katastrophen, die Freiheit des Einzelnen, das Vertrauen in die Freundschaft, die Reiselust der Frauen und noch vieles mehr. Stefan Bollmann hat diese Briefe in einen historischen und gesellschaftlichen Zusammenhang gestellt, der es uns ermöglicht, ihre Entstehung zu erfassen.

  • ISBN: 978-3-938045-31-2
  • Verfügbarkeit Lagernd
  • 24,80€

  • Preis ohne Steuer 23,18€

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